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OFS-Diözesantag 2017  der Gemeinschaften der Bistümer, Augsburg, Eichstätt und München-Freising in Augsburg „Du bist die Schönheit, Du bist die Freude, Du unser ganzes Glück – Glaube ist schön“ . Dies war das Thema des diesjährigen Diözesantags der Franziskanischen Gemeinschaft der Bistümer Augsburg, München- Freising und Eichstätt am 20. Mai im Kloster Maria Stern in der Fuggerstadt. Dabei erlebten 24 Mitglieder und Freunde des Dritten Ordens anregende, besinnliche und erfüllte Stunden. Die Augsburger Diözesansprecherin Irmhild Pohlenz begrüßte die Gäste und sagte, dass die Freude an Gott ihre Stärke sei und wünschte ihnen, dass dies auch ihren Alltag prägen möge. Der Kapuzinerpater Siegbert Mayer, geistlicher Assistent der FG in Bayern, verwies in seinem Vortrag zum Thema darauf, dass beim 90. Geburtstag von Papst Benedikt XVI. am 16. April auch einige Kommentare diesen mit den Worten gelobt hatten: „Er wollte mit aller Kraft die Schönheit des Glaubens zum Leuchten bringen.“ Und P. Siegbert ergänzte: „Schönheit ist göttlich, sie kommt von der Liebe“. Schon bei der Schöpfung hatte Gott die Worte gesprochen: „Es war sehr gut,“ wobei im hebräischen Urtext dies auch „schön“ bedeute. Der heilige Bonaventura habe gesagt: „Die Schönheit Jesu leuchtet noch aus seiner Ungestalt am Kreuz hervor“, so der Kapuzinerpater. So füge das Christentum der Schönheitsdebatte noch etwas hinzu, nämlich die Inkarnation des Schönen in einem zerschundenen Leib. Pater Siegbert stellte dies der vollkommenen Schönheit der griechischen Statue gegenüber, die aber von menschlichem Leiden und Abgründen nichts wisse. Beim heiligen Franz von Assisi seien die Wundmale, die er am Berg La Verna empfing, so zu verstehen, dass er der für Gott aufgebrochene Mensch gewesen sei. „Das Gute nimmt bei Franziskus eine wichtige Rolle ein, Gott ist das höchste Gut.“ In seinem Du-Gebet gebrauche er 32mal diese Anrede. „Er erkannte im Schönen den Schönsten selbst, schreibt Thomas von Celano über Franziskus“, sagte Pater Siegbert, der auch auf einen Satz von Benediktinerpater und Bestsellerautor Anselm Grün verwies: „Die Schönheit der Schöpfung ist das Gewand, das Gott angezogen hat, um sich den Menschen zu zeigen.“ Und auch der große Theologe Hans Urs von Balthasar habe dies so gesehen, als er schrieb: „Aus der Schönheit der begrenzten Natur lässt sich die Schönheit Gottes ahnen, die unbegrenzt ist.“ In der anschließenden Diskussion berichtete eine Teilnehmerin von einem Mann mit einem Feuermal im Gesicht, das aber aufgrund seines schönen Wesens im Anblick des Betrachters verschwunden sei. Eine andere erzählte von der Begegnung mit Obdachlosen, in der die Schönheit aufleuchte. Nach dem Mittagessen mit einer schmackhaften Gulasch- und Kartoffelsuppe aus der Küche des Klosters zeigte Pater Siegbert einen 45minütigen Film über den portugiesischen Wallfahrtsort Fatima, der vor kurzem das 100jährige Jubiläum der Vision Mariens durch drei Seherkinder begangen hatte. Die Teilnehmer sangen auch ein Ständchen für den geistlichen Assistenten, der tags darauf Geburtstag feiern konnte. Den Abschluss des gelungenen Diözesantages bildete die Eucharistiefeier in der Kirche des Klosters, bei der Pater Siegbert auch dem Vorsteher der FG Augsburg, Heinz Bronnhuber für die Organisation dankte. Markus Herrmann, OFS Ingolstadt